Santa Teresa, Karibik und letzte Tage

Hello Hello!

als allererstes kommt ein riesiges Entschuldigung von mir, aber ich war immer beschäftigt und ohne iPhone muss ich jedes Mal am Computer schreiben..

Die letzten 3 Wochen waren wahrscheinlich wieder einmal die unglaublichsten. Beginnen wir mit Santa Teresa, in dem wunderschönen Hostel bin ich im Endeffekt in Summe 2 Wochen geblieben, und der Abschied war leicht traurig da mir alle so ans Herz gewachsen sind und die Stadt dort einfach etwas magisches hat. Man kann sagen „es ist nur ein Strand“ aber es ist so viel mehr. Werde ich auf jeden Fall wieder zurück kommen! Was dort eigentlich passiert ist? – gute Frage. Die Holländer haben mich dazu überredet surfen zu probieren was ganz in Ordnung war. An einem anderen Tag war ich mit der Amerikanerin zwischen den Felsen in einer Sandbank zwischen den Felsen und wir sahen einen unglaublichen Sonnenuntergang. Und an einem anderen Tag bin ich in der Früh aufgewacht mit einem Stich auf meinem Fuß, von dem aus ein roter Strich wegging. Sie haben mich mit dem Motorrad zur Apotheke gebracht ( die meinten es ist nichts schlimmes), doch am nächsten Tag wurde es nicht besser und so bin ich zum Arzt und bekam Antibiotika. Das war ziemlich aufregend und ich hatte extreme Panik. Speziell als sie mich am Motorrad über die schreckliche Straße transportiert haben, und einfach viel zu schnell für die Umstände fahren…

Ich hab sonst aber noch viel am Strand gechillt, ausgeschlafen, Gitarre gespielt und einfach meine Ruhe gehabt, die Zeit dort war wunderschön einfach.

Auf jeden Fall war mein Heimweg extra lang da die Rampe der Fähre kaputt wurde, weshalb ich mit einer aus Israel und zwei Franzosen einen langen anstrengenden Weg mit noch einem Bus und einer anderen Fähre hatten. Als ich danach wieder in Palmares ankam, war es als wär ich ewig weg gewesen. Es war aber auch so ein typischer „wieder zuhause“ Moment. Am Samstag chillte ich mal aus, war mit meiner Schwester in Second-Hand-Läden shoppen (die Schnäppchen sind unglaublich) und am Abend mit einer Freundin unterwegs.

Am Sonntag kam dann auch die Lisa, einer Grazer Freundin die auch Austausch in Costa Rica ein Jahr vor mir machte, zu mir nach Palmares, um am Montag in der Früh weiterzureisen an die Karibik. Eigentlich wollten wir nach Tortuguero, einem Nationalpark mit Schildkröten, der nur per Boot erreichbar ist, doch als wir den Bus um 6:30 in der Früh verpassten, entschieden wir direkt zum Strand an der Grenze zu Panama zu fahren, da wir beide einfach nur am Strand uns ausruhen wollten. Ich gönnte mir wieder einmal die 5€-pro-Nacht-Hängematte und Lisa schlief im Hostel in einem Dorm. Im Hostel trafen wir noch 2 ehemaliger Afserinnen aus Deutschland und der Schweiz. Kleine Welt halt… wir borgten uns Räder aus um ein paar Strände abzufahren und am anderen Tag chillten wir am Strand daneben. Ich persönlich finde die Karibik optisch schon etwas schöner aber die Leute sind nicht so angenehm drauf wie am Pazifik. Zum Beispiel quatscht sogar der Supermarktverkäufer einen blöd an und trödelt herum.. echt unprofessionell und ich find man fühlt sich als Mädl einfach unwohl.

 

 

Die Tage vergingen wiedermal sehr schnell und schon bin ich wieder in Palmares und was soll ich sagen, die Zeit ist so gut wie vorbei. Ein Monat ist halt so gut wie nichts verglichen zum letzten Mal. Jetzt muss ich noch jeden Tag so gut wie möglich ausnutzen und alle treffen. Nachdem ich von der Karibik zurück bin war ich noch mit Diana zuhause, da sie früher von der Arbeit zurück ist. Am Freitag ging ich mir Braids machen:

 

Am Samstag war ich mit meiner großen Schwester bei einer Geburtstagsfeier in einem Nebenort mit Pool und allem. War echt spaßig und jetzt ist Sonntag, wir sind zurück und chillen hier, mit einem vollen Haus. Ich wollte eigentlich noch ein großen Essen für alle machen, doch es war keine Zeit, weshalb ich mich entschlossen hab eine Kürbiscremesuppe zu kochen. Ich kann nur sagen, sie ist TOP angekommen! 😉

 

Mir kommt vor, die ganze Reise war extremst aufregend und ich hab sehr viel gelernt. Ich glaube speziell um die ganze Erfahrung von letzten Jahr besser zu verarbeiten hat es mir geholfen herzukommen. Ich weiß jetzt das mir hier nichts davonlauft und ich jederzeit zurückkommen kann. Ich hab keinen Stress mitzuhalten mit dem was hier passiert und denke ich tu mir jetzt leichter beim zurückkommen nach Österreich. Ich werde auf jeden Fall wieder hierherkommen, aber hab jetzt keinen großen Stress wie das ganze letzte Jahr. Es ist wunderschön mit meiner Familie hier zu sein und meine Freunde wieder zu treffen, aber genauso hab ich es genossen mit den Reisen auf Abenteuer zu gehen. Ich hab sicher einen extremst coolen Sommer gehabt und jetzt, jetzt freue ich mich noch auf meine letzten Tage und alle noch ein Mal zu verabschieden und zu akzeptieren das meine Zeit wiedermal zu Ende ist hier.

Sorry noch einmal fürs verspätete Update,

Pura Vida

Lily

 

PS: Fotos folgen

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Monteverde & Santa Teresa

There is always one true inner voice, just trust it!

Buenos dias!

Wie die Zeit verfliegt, und ich es wiedermal nicht schaffe zu schreiben. Jetzt fühle ich mich aber gerade in der richtigen Stimmung also here we go..

Letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag war ich mit Juan Domingo wiedermal in Monteverde, wir gingen zu den Brücken, machten Ziplining und am letzten Tag suchten wir noch so einen coolen Baum und fanden am Weg einen alten Bus, halb in einem Baun verwachen, wo ziemlich coole entstanden sind. Sonst kommt mir gerade nichts erzählenswertes in den Kopf, aber wie gesagt wir waren nur 3 Tage dort.

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Nun erzähle ich euch von dem lustigen Zufall Nummer 1., aber seit gespannt auf Nummer 2.

Ein Freund aus Österreich der ein Jahr lang in Honduras gevolunteered hat, schreibt mir vorletzten Sonntag ob ich gerade in CR bin.. wie der Zufall es wollte war er es gerade mit einem anderen Österreicher, aber nur für ein paar Nächte weil er zurück nach Honduras und Österreich muss. Ich war aber gerade in Monteverde also dachte ich es geht sich nicht aus. Im Endeffekt konnten sie ihren direkten Bus von CR nach Honduras wegen Papierkram nicht nehmen, weshalb wir doch noch Zeit hatten uns zu treffen. Also fuhr ich direkt nach San Jose, um mit ihnen auf ein Mcdonaldssnack zu gehen, und so saßen wir 3 Steirer im Mci in San Jose.

Das Wochenende darauf verbrachte ich ziemlich unspannend mit meinen Geschwistern und ihren Freunden und bereitete mich auf die nächste Reise vor. Santa Teresa sollte es werden. Abfahrt Montag. Ein Wiener der letztes Jahr in einer Nachbarstadt von mir auf Austausch war, und jetzt auch gerade hier ist kam auch noch mit.

Ein Taxi, zwei Busse, wieder ein Taxi, eine Fähre und noch zwei Busse danach kamen wir am Strand an und brachten unser Zeug ins Hostel. Als Hostel unerfahrener Mensch war es ziemlich schön den Spirit hier zu spüren. Mit total fremden Leuten die weder mit der selben Sprache aufgewachsen sind, noch im selben Alter, noch den selben Grund haben wieso sie hier zu sein sich anzufreunden ist echt crazy. Ich mag das Hostellife. Es ist aber ziemlich leer und außer der argentinischen Chefin, dem spanischen und uruguayanischen Volunteer (paar Stunden Arbeit pro Tag für gratis Unterkunft) sind nur ich Felix, ein Holländer und ein US-Amerikaner hier. Und eine Amerikanerin die derzeit hier wohnt. Also ein richtig ruhiger entspannender Ort.

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Kommen wir nun zu Zufall Numéro 2. Ich sehe auf einer Snapchatstory ganz zufällig von einem Grazer den ich über 5 Ecken einmal bei einer Geburtstagsfeier gesehen hab wie er ein Foto von costa-ricanischen Bier hochladet. Ein paar Nachrichten danach kamen wir drauf das er auch in Costa Rica ist mit noch einem Grazer, das beste: auch in Santa Teresa.

Das ist einfach so beindruckend für mich wie man so Leute einfach trifft. Hätt mir jemand vor einem Monat gesagt das ich mit den Grazern jetzt in Santa Teresa am Strand sitze hätt ich gesagt „never ever“, aber die Welt ist sehr sehr klein und anscheinend wills der Zufall einfach. In Graz wär ich never ever auf die Idee gekommen die einfach so zu treffen. Aber sobald manso weit weg im Ausland ist, ist die Gemeinsamkeit aus der selben Stadt genug um sich zu treffen..

Ich kann nur sagen mir gefallt es hier so gut und ich fühl mich so wohl, dass Felix heute zurück in seine Stadt gefahren ist und ich bleib. Wie lang? Weiß noch nicht genau, aber in dem jetzigen Moment fühlt es sich einfach richtig an und ich bleibe einfach mal. Die inner voice sagts mir. Aber der Ort ist genau das was ich gerade brauche. Ruhe, Hitze, Strand und Zeit. Hab ja „keinen Stress“ oder?

Hier also ein kleines Update von mir,

Pura Vida! Hakuna Matata! Carpe diem!

— Lily 🙂

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PS: mein iPhone ist endgültig kaputt, das heißt ich hab noch mehr Zeit zum chillen und mit meinem alten Samsung kann ich leider nicht viel machen. Auch keine Fotos. Also genauere Fotos kann ich nicht mit euch hier teilen, die Augenblicke hab ich nur in meinem Kopf 😉

 

Zuhause

Unglaublich war die Ankunft. Als der Pilot beim zweiten Versuch endlich landen konnte war ziemlich der schönste vorstellbare Moment. Ich bin wieder auf meiner Erde in meiner zweiten Heimat. Es war so schön hier zu sein, die tropische Luft die einen ganz verschwitzt macht und das Hintergrundrauschen von Spanisch sprechenden Menschen.
Mein Taxifahrer und noch ein Freund kamen superspät an aber es störte mich nicht ne halbe Stunde zu warten. Als wir in Palmares reinfuhren roch alles schon so gewohnt. Wie stark man Gerüche mit Orten verbinden kann.. Die Kaffeefabrik riecht ziemlich heftig haha. Im Haus angekommen und da waren alle. Meine Schwestern mit ihren Freunden, meine Mami und mein Vater (der hat aber schon geschlafen). Nach kurzem Begrüßen und dem hergeben der vielen Schokolade gingen wir alle noch Essen holen (ich hatte keinen Hunger mehr) und ich kann nur sagen, dass sich alles anfühlte als wär ich nie weggewesen. Es is alles gleich wie davor nur fehlt halt eine kleine Zeitlücke die wir nicht zusammenverbringen konnten.
Bald ging ich schlafen und am nächsten Tag mussten meine Schwestern zwar beide weg (die kleine arbeitet in einer anderen Stadt und die andere studiert & wohnt in San Jose), und ich ging mit Juan Domingo in die Schule, in der ich war die Leute besuchen und nachher mit ihm in seine alte Schule im Zentrum. Am Abend traf ich noch eine Freundin und fiel ziemlich tot ins Bett, welches ich mir mit Diana teilte, denn im anderen schlief meine Tante mit ihrem 1 Jahr alten Baby.
Sonst traf ich in die letzten Tagen noch weitere Freunde indem ich bei ihnen zuhause war oder einfach in der Stadt und am Donnerstag fuhr ich zu meiner Schwester nach San Jose und wir sind mit ihrer Mitbewohnerin im dortige „Univiertel“ fortgegangen. Und ich teilte wiedermal ein kleines Bett mit meiner Schwester. Bin schon fast gewohnt daran haha. Am Freitag traf ich noch zwei AFS Freiwillige und war mit meiner kleinen Schwester und ihrem Freund noch in einer Bar, wo wir andere Freunde trafen. Meinen Samstag verbrachte ich in der Stadt wegen meinem Handy und weiteren Einkäufen, später ging ich mit meinen Schwestern und ihren Freunden. Sonntag bei einer Familienfeier bei einer Tante mit allen.
Schlechte Nachricht: Mein iPhone hat von einem Tag auf den anderen nicht mehr funktioniert weshalb ich jetzt leider kein einziges Foto hochladen kann.. Hab derzeit ein Samsung von Alejandro das irgendwie funktioniert. Fotos folgen wenn mein Handy back ist!
Unbeschreiblich war es so viele Leute wieder zu treffen. Es zeigt wie viele Leute ich mir in mein Herz gewonnen habe und was für ein großen Kreis an Freunden ich gefunden habe in der kurzen Zeit. Dauernd lauft man jemand anderen über den Weg der ganz erschrocken ist einen wieder zu sehen. Man merkt aber leider auch das man sich nicht mehr mit allen gleich versteht. Klar das man kein Gesprächsstoff hat wenn man so lange Zeit nicht zusammen verbracht hat. Es ist einerseits alles gleich und andererseits alles anders, ich bin in dem Jahr auch sicher anders geworden und genauso als ich damals aus CR zurück bin dauert es sich wieder einzugewöhnen. Als wäre ich nie weg gewesen aber auch nie da. Komisch halt.
Ich habs also geschafft! Ich bin wieder zuhause. Eine ganze Woche schon. Es gibts keinen Ort an dem ich jetzt lieber wäre. Ich freue mich so sehr auf alles was in den nächsten Wochen auf mich zukommt…
Bis dann also,
Lily 🙂

Das Kapitel war fertig, die Geschichte geht weiter

Hallo meine lieben! Aufs neue 🙂
Nach dem schmerzenden Abschied vor 10 Monaten, fliege ich nun meinem Costa Rica entgegen. Über dem Wolken, zwischen zwei Welten. Gleich wie vor 10 Monaten, oder? Der Unterschied: dieses Mal sind es Freudentränen.

Es kommt mir so surreal vor. Es fühlt sich wie ein Traum an. So viel ist in dem letzten Jahr passiert, sowohl in Österreich als auch in Costa Rica. Besonders bei mir. Es war ein hartes Jahr und es verging kein einziger Tag an dem ich nicht an mein zweites zuhause gedacht hab. Ich wollte wieder in meinem vollen und kleinen Haus sein. Beim Regen am Nachmittag einen feinen Nachmittagsschlaf machen. Reis mit Bohnen frûhstücken und zufällig Leute im Park über den weg laufen. Die Gesichter nicht über meinen Handy auf Whatsapp Call sehen, sondern sie um mich zu haben. So einfach.

  
In so vielen Momenten habe ich auf diesen Tag gewartet und ihn mir vorgestellt.. jetzt ist es so weit. Ich bin hier… im Flugzeug und es ist nicht mehr weit. Ich bin dieses Mal sicher aufgeregter als beim letzten Mal!! Hatte gleich mal einen 26 Kilo Koffer weil ich locker 10 Kilo nur am Mitbringsel (4kg alleine an Milka Schoko) mithabe. Von Graz nach Wien nach Newark nach San José. Dort holt mich ein Taxifahrer Freund ab und bringt mich für 30€ nach Palmares, wo meine Familie auf mich wartet. Was ich morgen mach? Ganz ehrlich.. ich hab noch gar keine Ahnung! 

  
Die einzig kuriose zu erzählende Geschichte die ich have, ist dass ich die Dame am Flughafen in Newark auch auf Spanisch angesprochen hab und ihr Blick war so „omg die gringa (amerikanerin) spricht Spanisch“, ich muss ehrlich zugeben ich liebe diese Momente in denen mir keiner zutraut das ich Spanisch rede..

  
 Dieses Mal wird es natürlich nicht mehr das gleiche sein. Ich bin erwartungslos, denn alles was ich will ist dort sein und wieder zeitlos leben zu können. Wie es dann ist, berichte ich euch wenn ich angekommen bin. Zuhause ❤️

Ich freue mich aufs neue mit euch meine Abenteuer zu teilen,

Pura Vida ✌🏽️

Lillllllllly ❤️

  

Der Abschlusspost // gracias Costa Rica

So liebe Leute, einen allerletzten Post bin ich euch allen noch schuldig. Ich habe es sehr genossen mit euch die beste Zeit meines Lebens (bis jetzt 😉) mit euch zu teilen. Fast 50 Tage nach meiner Rückkunft hab ich einiges erlebt und ich kann nur sagen es ist wirklich schwierig. Es ist teilweise schrecklich um ehrlich zu sein. Aber hey ich habe keine Wahl. Andererseits hab ich auch so viele neue liebe AFS Freunde! Ich habe sehr viele kulturelle Brücken zu überwinden und muss geduldig erklären, dass ich nicht gerade von einem Urlaub zurück komme. Wirklich angekommen bin ich aber immer noch nicht und denke ich tut man nie. Dieses Kapitel ist sicher noch lange nicht abgeschlossen.

Nachdem die letzten Tage in Costa Rica verfliegten, saß ich also im Flugzeug und als ich in Graz landete, musste ich glaube ich noch viel schrecklicher heulen als dort. Es war wirklich eine Überwindung da raus zu gehen. Mit meinem ganzen Leben, in einem Koffer gepackt, einem spanischen denkenden Kopf und einem Herzen weit weg, stand ich also dort, und jetzt wurde es mir bewusst. DAS WAR’S! Jetzt bin ich zurück. Sobald ich den ersten Schritt geschafft habe und von Familie und Freunden empfangen wurde, war alles wieder besser.

Wie verdammt schön meine Zeit war, wurde mir erst jetzt bewusst und ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn ich es nie gemacht hätte. Ich habe dort meine 2. Familie gewonnen. Viele Freunde. Viele einmalige Erlebnisse. Und eine Änderung meiner Ansichten zu vielen Themen und Situationen.

Ich habe alles erlebt was ich wollte und viel mehr, als ich mir je vorgestellt habe. Mir wurde beigebracht im Moment zu leben und wie wenig man braucht um glücklich zu sein. Einfach die Tatsache, dass ich innerhalb von so kurzer Zeit wildfremde Menschen am anderen Ende der Welt so tief in mein Herz geschlossen habe, .. danke AFS ❤️. Ich habe endlich die komplette Lebensfreude, auch wenn es manche für oberflächlich halten kennengelernt und das Wichtigste… All das wird für immer Teil meines restlichen Lebens sein! Wie gerne ich wieder zum Anfang zurück möchte. Wie sehr ich alles vermisse. Ich weiß nicht wirklich, wie ich das in Worte fassen sollte. Jeden Tag wird es stärker dieses Heimweh/Fernweh. Ich probiere mit allen zu skypen und zu schreiben und das ist auch wunderschön, nur genauso traurig. Ich merke wie alle weiterleben, wie sie das Gleiche machen wie immer. Meine Familie sitzt in diesem Moment sicher gerade vor dem Fernseher, meine Freunde gehen morgen in die Kirche und Essen, die Freunde meines Gastbruders kommen im Laufe des Tages bei uns vorbei, meine Schwester sitzt draußen und näht, meine Mitschüler schließen gerade ihr Schuljahr ab, am Strand treiben die Wellen weiter, Touristen befinden sich in den Nationalparks, meine Gastschwester macht bald ihre „Matura“, meine Hunde laufen in diesem Moment im Haus herum, die Kakerlaken sind im Dunklen im Bad, das Wasser ist kalt, meine Mutter versucht mein Essen nachzukochen und unser Familienfoto hängt mitten im Wohnraum.  Was ist daran jetzt so schlimm, bitte?

Ich bin nicht mehr dabei.

Nur kann ich das nicht ändern und probiere das beste daraus zu machen.

Jetzt heißt es einmal die Schule ENDLICH fertig zu machen, AFS Freiwillige zu sein, brav nebenbei arbeiten und dann mal sehen. Auf jeden Fall so bald wie möglich wieder alle besuchen. Bin auch gerade dabei die alten Blog Posts zu überarbeiten und schöne deutsche Sätze zu bilden.

Danke Leute, es war mir eine Ehre mit euch einen Teil meines Lebens zu teilen und vielen dank an Costa Rica, wirst für immer einen riesigen Platz in meinem Herzen behalten. Ich werde diese wunderschöne Zeit niemals vergessen und bin speziell glücklich, so etwas Wichtiges zu haben, was mir den Abschied so schwer macht. Costa Rica por siempre ❤️

¡pura vida!

eure Lilly

  

Zwischen zwei Welten

In dem Moment als ich das Flugzeug stieg, hat mich ein wichtiger Abschnitt meines Lebens verlassen. Ich bin weder in Costa Rica, noch in Österreich zuhause. Ich lebe zwischen den zwei Welten. Eine verließ ich, am Weg zu der anderen. Ich hab in meinem kompletten Leben noch nie so etwas schweres durchleben müssen. Es kommt mir vor als wär meine Zeit in Costa Rica ein Traum gewesen, und jetzt weckten sie mich auf. Quälend verbringe ich alleine isoliert in einem Flugzeug meine Zeit. Zwischen Costa Rica und Österreich. 

Jetzt sitz ich im Flieger über dem Atlantik, mit meinem Stofftier, einem Costa Rica Shirt, Lollies von der grünen Mango und Converse, welche noch den Schlamm aus Costa Rica tragen. Meine Fingernägel sind noch blau von der Torte, welche sie mir gestern ins Gesicht gedrückt haben. Meine letzten Tage waren wunderschön, dennoch behalte ich sie für mich. Ich kann euch den Abschied beschreiben. Ich mit meinen Schwestern, meinem Bruder, Olman, Maria, meine Mama und mein Vater. Ohne zu wissen wen man noch alles umarmen soll und welche Worte man sagt. Alle schreiben einen auf Whatsapp, Snapchat oder sonst wo Nachrichten. Man sieht wieviele Leute man in sein Herzen gewonnen hat. Aber dann steht man fertig vor dem Eingang zu den Gates. Jetzt kann keiner einen begleiten, jetzt ist man auf sich gestellt. Am schwersten war der Schritt hineinzugehen. Es ist wie der Sprung vom 10 Meter Turm, man steht bereit, alle sehen einen an, aber den Sprung muss man selber wagen. So war es für mich mich umzudrehen und in die Schlange zu gehen. Dann steht man dort, deine Leute schauen einen an und sind noch so nah, aber man muss weiter gehen. Weg von ihnen. Ohnen zu wissen wann man sie wieder alle zusammen sieht. 

Ich war einfach nicht bereit zu gehen, noch bin ich es anzukommen. Es ist so schnell vergangen. An jeden Tag habe ich schöne Erinnerungen, welche mir keiner jemals wegnehmen kann. Es ist alles was mir bleibt. Die Erinnerung und was sie aus mir machte. Mich können sie ausrauben und alles wegnehmen, nur meine Erinnerungen niemals. Ich verlasse meine Besten Freunde und Familie, um zu meinen besten Freunden und Familia zu gehen. Zuhause ist wirklich kein Ort. Es ist ein Gefühl.

Jetzt liege ich auf einer Bank am Flughafen in Madrid. Zwischen Palmares und Graz. Aber eigentlich im Nirgends. Stinkalleine.

Es tut einfach so weh. Man kann es nicht in Worte fassen. Danke Costa Rica, für die schönste Zeit meines Lebens, danke es mir so schwer zu machen mich zu verabschieden. Du bedeutest mir die Welt, wir sehen uns bald. Für immer in meinem Herzen DANKE ❤️

   
    
    
    
    
   

Die letzte Schulwoche

Montag
Kurzer Einwand: Ich nimm die Schule wirklich nicht mehr sehr ernst, ich mein ich gehe nur hin wegen den Leuten und um die Zeit zu verbringen.

Nach einen normal Agropecuariotag, in dem ich Erde in Töpfe geben durfte verbrachte,  ging ich heim, schlief den ganzen Nachmittag durch und ging am Abend mit der Brasilianerin zum Zumba. Cool ist, da jetzt September beginnt und am 15. Unabhängigkeitstag ist, dass überall CR Flaggen hängen und sie in jeden Supermarkt verkauft werden.


Dienstag

Nachdem ich ein bisschen verschlief, ging ich in die Schule, danach zu Mittag zuhause essen, wieder zurück in die Schule. Musik durfte ich wieder mal mit der Gitarre spielen aber das wars. Danach trag ich mich mit einer Schulfreundin in die Stadt. Es nervt mich ziemlich, dass es schon wieder beginnt dauernd zu regnen, denn dadurch muss man sich ein Dach suchen und kann nicht einfach in den Boulevard. 😦


  
Mittwoch

Freunde aus der Schule wurden schon gefühlsvoller wegen meines Abschiedes und ich musste meine letzten Qualhaften Englischstunden aushalten. Der Unterricht ist wirklich zu vergessen. Ich hab dadurch mein ganzes Englisch vergessen. Am Nachmittag traf ich mich mit Freunden, darunter auch der Deutschen und später ging ich die Fotos von meiner Familie abholen.




  
Donnerstag

Hatten wir wiedermal nen Streik also schlief ich genügend aus und ging mit Cristel chinesisch essen. Cris ist jetzt auch in den Ferien von der Uni und dadurch zuhause. Sie macht mir gerade eine Menge an Shirts, wir kauften Stoffe ein und jetzt näht sie. Die Stoffgeschäfte sind einfach richtig cool, in San Ramon gibts noch viel bessere mit richtig coolen Stoffen! *-*


Freitag

Heute war es sehr schwer, denn ich war sehr überfordert mit den Abschieden. Ich fand fast keine Zeit mit allen zu reden und das war richtig stressig. Alle fragten mich wann ich wieder komme und unterschrieben mir auf der Flagge. Ja, das wars halt, kein Schultag mehr. Die Lehrer haben mich auch alle verabschiedet und es war echt schön. Ich hab ehrlichgesagt nicht mehr viel über den Schultag zu erzählen, denn es ist für mich einfach mein persönliches Ende mit der Schule.

 

bye Colegio Dr. Ricardo Moreno Cañas


Vielleicht fällt euch in einigen Fotos mein neues Stofftier auf. Er ist mein „Perezoso“ ich glaube das heißt Faultier und mein einziger Begleiter nach Österreich. Sein Name ist Tico und er verlässt mich nicht. So ein süßes Ding 😱


Jetzt bin ich zuhause, bzw am Wlan schnorren von den Nachbarn. Da wie mein Glück es will, ich die letzten Tage kein Wlan im Haus habe, weil der Vater gerade auf einer Farm ist, und nirgends hinkommt, um das Wlan zu bezahlen. Das passt grad richtig ungut die letzten Tage kein Internet zu haben 😒

Mit meiner Mami, Schwestern und sogar Bruder rede ich jeden Tag über den Abschied und wie die Zeit davonrennt. Es ist einfach nur deprimierend 😢 Es tut gut zu wissen wieviel ich ihnen bedeute und sie mir. Jetzt heißt es noch 3 Tage genießen bis mir Costa Rica weggerissen wird. Ehrlichgesagt glaub ich nicht mehr, dass ich hier noch schreiben werde. Wir hören uns in Österreich!

„How lucky I am to have something that makes it so hard to say goodbye“

Pura Vida! 💘

Herzensschmerz

Es macht mich alles so traurig. Ich sehe Leute und sage „Wahrscheinlich sehen wir uns nicht mehr, ich fahr nächste Woche“. Ich schaff es nicht glücklich meine letzten Tage zu genießen. Im Gegenteil ich genieße sie mit Traurigkeit. Mit dem Hintergedanken wieder zurück an den Zeitpunkt zu kommen an dem ich zeitlos lebte. Jetzt tickt in mir eine Uhr, die ich aber nicht abschalten kann. Habe ich alles gemacht was ich hätte machen können oder nicht? Denn je mehr ich erlebte desto mehr verliebte ich mich in mein Leben. Ich tat und habe getan was ich wollte und noch viel mehr. Ich bereuhe keinen Tag auch wenn es schlechtere gab. Ich habe mein bestes getan und alles erleb,t was möglich war.
Man sieht Veranstaltungen in Facebook, welche hier in der Zukunft stattfinden, und man weiß, dass man nicht hingehen kann. Man hat Angst vergessen zu werden. Für jeden hier bin ich eine Person die hier war und jetzt geht. Für mich geht aber mehr als eine Person. Für mich verlassen mich alle meine Geschwister, meine Mutter, meine Freunde, mein Bett, mein Schulweg, mein Essen und meine Kakerlaken. einfach ALLES. Das einzige was bleibt ist die Erinnerung, die Erfahrungen die ich machte und mich zu dem machten, wer ich heute bin.

Mit einem holländischen Freund redete ich letztens über das. Wir haben beide gemeint als wir ankamen waren wir interessant und was besonderes, mittlerweile (seine Worte) „I’m only the dutch dude on school“. Und was mit uns passiert, wenn mir nicht mehr da sind. „Yeah there was this austrian girl in Palmares“.

Ich fühle so eine Nostalgie an allen Momenten. Als ich ankam. Jeden Tag an dem ich etwas neues erlebte. Unwissend und wie ein kleines Baby. Heute hab ich selbstbewusst ein stinknormales aber außergewöhnliches Leben.

Was kommt in Österreich auf mich zu? Natürlich freue ich mich auf Vieles aber viel mehr würde ich mich freuen, mein Leben hier weiterzuführen.

Ich war hier, ich lebte und liebte, ich hoffe einen Fußabdruck hinterlassen zu haben.

Ich will mich nicht verabschieden, nein ich muss es. Erst jetzt habe ich es gelernt jeden kleinsten Moment mit meiner Familie zu genießen, ohne zu wissen wann es wieder dazu kommen wird.

Ich kann nicht glauben das ich gehe, ich was nicht was ich machen werde. Eines Tages komme ich zurück und bis dahin bleibt jeder Wimperschlag in meinem Gedächtnis.

Die Uhr tickt und mein Herz schlägt weiter, nur an einen anderen Ort.

Am Samstag Abend ging ich mit Diana und Alejandro essen und danach kurz in den Boule (Park), wo ich viele Freunde traf, darunter auch den Holländer, welcher mit seiner Familie hier wohnt und noch immer kein Spanisch spricht. 😀 Es ist einfach cool mittlerweile so viele Leute zu kennen. Bzw die Leute bei denen ich bleib weil ich mich gut verstehe und sie mit mir befreundet sein wollen, und nicht nur weil ich die Austauschschülerin bin.
Am Sonntag verbrachte ich den Tag ruhig und wollte am Abend was mit einer Klassenkollegin machen. Sie wollte, dass ich mit ihr zu ihrer Kirche zu einem Konzert gehe. Es war richtig schön und beeindruckend, vielleicht musste ich bis in diese „christliche“ Kirche gehen, um vielleicht an Gott zu glauben. Ihre Mama hat mir auch nebenbei alles nochmal erklärt. Ich war in Summe zwar erst einmal bei dieser Freundin zu Hause, aber ihre Mutter behandelt mich wie ihre Tochter. Es ist so süß wie ihre Mutter mich liebt und umarmt und mir sagt ich werde ihr fehlen. Sie haben mir immer schon angeboten, dass es immer einen freien Platz in ihrem Haus gibt. Meine Freundin Meilin scheint sehr viel über mich zu erzählen. Danach ging ich mit Meilin essen und in den Boule. Dort trafen wir auf ihre Schwester & Freunde und das war lustig. Auch wenn ich mit dem Rest der Familie fast nichts zu tun hatte, ist es wie meine zweite Tica Familia 😀


 Danach stand ich ohne genügend Geld im Zentrum und gottseidank war mein Cousin im Boulevard also rief ich ihn an, um mit ihm & den Freunden (sind auch meine Freunde) heimzufahren. Das war dann so lieb wie sie mich einer fragte „Lily wieso verlasst du uns & wann machen wir die Abschiedsfeier?“. Ich habe wohl doch Freundschaften geschlossen. Leute kennengelernt, die mich nicht zu schnell vergessen. Oder mindestens für immer in ihren Gedanken bleibt, das da mal die „Australianerin, Deutsche oder doch Österreicherin“ war und mit ihnen abhang.

Im Endeffekt hatte ich meinen richtig schönen letzten Sonntag im Boule ❤️ Nächsten Sonntag werden wir nähmlich hier zuhause meine Abschiedsfeier machen. 😱

Pura Vida Leute!

Was so geschah – Monteverde

In der Schule bin ich wieder in Examen was bedeutet die letzte Woche hatte ich nur am Vormittag Schule. Sonst passiert nicht wirklich viel in der Schule, am Nachmittag treff ich Freundinnen im Zentrum oder schlafe. Jetzt mach ich dauernd Erinnerungsfotos von allem.

 

Kirche von Palmares

  

Kiosko von Palmares (hier ist die Pokeparada & es gibt sogar Steckdosen)

 
 
Letztens besuchte uns eine Cousine (ist aber schon älter) mit ihrem 2 Monate altem Baby und ihrem 5 Jährigen Sohn. Sie fuhr mit meiner Mami nach San jose und wir Schwestern schauten den Tag auf ihn. Ja das war anstrengend wieder an die kleinen erinnert zu werden 😀
   
 Am Donnerstag bin ich mit einem Tico Freund (Juan Domingo) der nach Italien Austausch fahrt nach San Jose gefahren um noch die letzten Souvenirs zu kaufen. Es ist der gleiche mit dem ich in Atenas bei der coolen Brücke war und jetzt nach Monteverde fahre, da seine ganze Familie von dort ist. 

   
 Ich hab derzeit viel mit ihm zu tun, dadurch dass er am 8. September fahrt und ich am 5.. Weshalb er sozusagen in der gleichen Situation ist wie ich und er kein typischer Tico ist. Seit meinem zweiten Tag hier versprach er mir, mich nach Monteverde zu bringen und jetzt 2 Wochen vor meiner Fahrt schaffen wir es.

Nachdem uns die Brasilianerin und meine Schwester abgesprungen sind fuhren wir also am Sonntag nach San Ramon, um dort den Bus abzuwarten. Nach einer Weile warten passte der bumvolle Bus vorbei & wir stiegen ein. 4 Stunden im stehen. Zuerst fahrt man Richtung Hafen von Puntarenas und es wird warm, danach immer kälter bis man eine Stunde lang einen nicht gepflasterten Weg fährt. Immer noch im stehen. Man muss sich vorstellen der Bus war so voll, dass man sich nicht einmal an den Boden setzten konnte.

  
Endlich angekommen fuhren wir im Taxi zum Haus von seiner Familie, wo uns sein Vater schon erwartete. Er kochte Reis mit Hühnchen und Bohnen. Leider aß ich das selbe Essen schon am Vortag. Am besten ist das Haus einfach weil es aus Holz ist. Das erste Haus was ich hier je gesehen habe mit Holzboden. Sogar im Bad.

 

mein zimmer – einfach alles Holz

 
Am Montag hatte ich um 6:30 den ersten Stromschock meines Lebens, beim Ausschalten des Stromes der Dusche… ich hatte den Schalter ein bisschen weit zu hinten angefriffen, barfuß & dazu noch halb nass. Jeden Falls war ich dann hellwach! 😀 
Um 7:30 standen wir bei der Tante in ihrem Hotel, die uns Frühstück machte. Danach als Dankeschön beschlossen wir einfach alles an Besteck & Geschirr & Töpfen zu waschen. Man muss sich das so vorstellen, dass alle Teller der Hotelgäste plus die verwendeten Küchenutensilien zu machen waren. Und Geschirrspüler ist ein Fremdwort. Im Endeffekt machten wir sozusagen Stationen im Sinne das JD mit dem Schwamm & Seife abschruppte und ich die mit Wasser abspülte, abtrocknete & einräumte. Das eigentlich Interessante daran ist, dass ich mich wieder richtig auf meine Arbeit in Österreich freu. Bzw die Gastro gefallt mir halt. 😀

Danach begleiteten wir die Tante in die Schule der Tochter. Eigentlich nur weil es die coolsten Schule ist, die man sich vorstellen kann. Alles in Englisch, Uniformen nur Shirts aber in vielen Farben und die Klassenräume sind richtig weit außeinander. Verbunden durch Waldwege, welche wir erforschten und Fotos machten. In der Stelle sollte ich kurz erwähnen, dass Juan Domingo Fotograph bzw Videomaker werden will. 

 

Klassenräume

  
  

Wege um von Raum zu Raum zu kommen

  

Sportplatz

 Nach der Schule gingen wir mit der Tante zu den bekannte Ficus Bäumen. Bäume in welchen man von innen hinaufklettern kann und oben rauskommt. Das ungute ist, dass viele Leute ohne Schuhe gehen und es dadurch so ekelhaft nach Schweißfüßen im Baum stank. Außerdem wurde es oben immer enger und das stresste schon ein bisschen WORTWÖRTLICH in einem Baum gefangen zu sein. 

Wir gingen zum Mittagessen zum Hotel und die Tante kochte gut. Am Heimweg trafen wir auf einem Hund im Kleid… Danach lieferten wir die Kameras im Haus ab und gingen ins Zentrum einen Milkshake trinken und Juan Domingo zeigte mir die Innenstadt. 

   
    
 Es ist unglaublich anders hier als der Rest von Costa Rica. Einfach schweinekalt und es riecht wie beim Wandern in Österreich. Das Klima ist beeindruckend. Es regnet, es scheint Sonne, es ist windig und wolkig. Manchmal alles zur gleichen Zeit. Den Sonnenuntergang konnte ich leicht aus der Entfernung sehen während es Wolken am Himmel gab, der Wind mich umbließ und zugleich ein nasser Regen in sprayform besprühte. Als Abendessen gab es noch einmal Reis mit Hühnchen und Bohnen wie am Vortag. Yaaaay – 3 Tage in Folge! 😭

Am nächsten Tag verpennt ich schön (ok ich wachte um 7:30 auf) und dadurch konnten wir nicht mehr zur Tante frühstücken gehen. Dadurch aßen wir in einer Bäckerei ein Sandwich und danach ging es auf zum Canopy 😍 Was ist canopy ? Ziplining in Costa Rica! Durch Connections von Juan schafften er es gratis zu organisieren. Es war leider ein kalter nebeliger Tag aber schaffbar. Dadurch hat man den „Cloud Forest“-Effekt besser erleben können. Die Tour begann mit einfachen kurzen Lines. Es gab zwei längere die man zu zweit machen konnte. Es wurde einfach immer nebeliger bist es zu regnen begann. Schon ziemlich fein wenn man nicht einmal erkennt wo das Ende sieht. Aber hey man schmeißt sich ins Abenteuer rein. 

    
Mittendrin folgte ein Tarzan Swing. Man kann sich das so vorstellen, dass man 12 Meter freien Fall hat und danach wie Tarzan herumschwingt.

Zu Mittag gingen wir zur Tante essen. Am Abend gingen wir mit dem Vater in ein Restaurant essen. Dort kontaktierte er einen Freund, der uns ein anderes Canopy gratis organisierte. Ich hab einfach so viel Glück! Nur das es am nächsten Tag um 7:20 begann. Mein Zeitgefühl hat sich in Costa Rica sowieso aufgelößt, wodurch es kein „zu früh“ mehr gibt. Nach den Essen schauten wir uns die Videos vom Canopy an und andere Dinge in Youtube (wusstet ihr, dass es französischen Raggea gibt? 😂)

  
Alle paar Stunden bekomm ich derzeit einen emotionalen Realitätsschock, bezüglich dass mein Austausch in wenigen Tagen aus ist. Nur wenn ich darüber schreibe beginnt mein Herz zu raßen 😭💔. 

Am Mittwoch standen wir um 5:30 auf und aßen stilvoll Obstsalat.

  
Wir spazierten ins Zentrum und wurden von dort mit einem Kleinbus zum Canopy mit vielen anderen Touristen gebracht. Sind derzeit nicht mehr so viele Gringos (us amerikaner) dafür richtig viele Europäer. 

Das Canopy begann mit einfach Zip lines, einer Minihängebrücke und einmal kurz abgeseilt werden. Danach kam ein großes Seil in normaler Position. Es war einfach so hoch über dem Urwald und richtig gute Sicht. Das einzige Schirche war, dass ich durch den Wind bremsen musste weil sonst hätte ich die Kontrolle verloren und mich gedreht. Passiert zwar nichts ist aber sicherlich nicht so lustig 😀

  
Danach folgte ein leicht unheimlicheres Seil, ok es war ähnlich nur dass ich mich vor Angst in die Hose machte, denn man fahr mit dem Kopf vorraus UND man sieht nicht das Ende. Außerdem ist es das längste Kabel in Lateinamerika (1590m). Nach ewigkeitiger Warterei war ich dran und überlebte es. Ich bin so unendlich stolz auf mich es gemacht zu haben. Das gleiche folgte nochmal etwas kürzer.

 als Abschluss gab es einen Tarzen Swing. Man wartet bis man gerufen wird eine Brücke entlang zu gehen. Die Brücke hört plötzlich auf und bevor man überlegen kann, wird man von den Guides angeschnallt und die Türe wird geöffnet. Darauf folgt ein 45 Meter hoher Freifall und man schwingt wie Tarzan hin und her.

 

hab das Foto aus dem internet damit man es sich vorstellen kann

 
Am Nachmittag ruhten wir uns in der Wohnung aus und ich hatte leichtes Fieber. Danach tranken wir Kaffee bei der Tante und gingen spazieren. 

  
 
 

richtig schöner sonnenuntergang

Heute, Donnerstag, schlafte ich mal bis 11 in Ruhe aus und ging Wäsche waschen. Ich hatte noch nie soviel Spaß mit einer Waschmaschine. Nein ehrlich ich verstehe nicht warum in Österreich so komische verwendet werden, hier ist es viel logischer.
  Das erste ist zum Waschen, man lasst das Wasser direkt aus der Leitung und stellt die gewünschte Zeit ein. Wenn man will dass das Wasser abfließt (siehe Schlauch am Boden) schaltet man einen Hebel um. Daneben ist der Trockner und fertig. Ist einfach viieeeel selbstverständlicher.

Danach musste Juan zu seiner Cousine die Frisuerin ist. Ich habe keinen blassen Schimmer was sie mit seinen Haaren macht, aber es dauert in Summe 4 Stunden. Mittendrinnen kam mir die spontane Idee sie zu fragen, ob sie mir die Haare schneiden kann, da ich sie mir zuletzt selber geschnitten habe und dadurch habe ich weniger in Österreich in den ersten Wochen zu erledigen 😀

   
   
Ich glaub sie hat es ganz schön gemacht & danach noch geglättet. Wenn Latinas in etwas ausgezeichnet gut sind, ist es Haare glätten. Meine Haare waren noch nie so glatt. Jetzt sitzt ich also beim Friseur, mach Armbänder und warte warte… 

Morgen um 6 Uhr fahren wir mit dem Bus nach Palmares, denn um 5 hab ich ein Fotoshooting mit meiner Familie 🙂 Jetzt heißt es die letzten 10 Tage zu genießen und nicht daran zu denken was in Österreich auf mich zukommt. Eins weiß ich auf jeden Fall… der Abschied wird ****

PS: Bitte keine Kommentare zu meinem Deutsch, sonst post ich gar nichts mehr.

Pura Vida auf alle Fälle!

hab jetzt einen Dread 😀

Muttertag

Um eine brave Tochter zu sein und meiner zweiten Mama meinen Dank zu zeigen, verbrachte ich den ganzen Sonntag dabei, eine Dobostorte zu backen. Es ist doppelt so anstrengend, da es zum Beispiel keine Waage gibt sondern nur Cups. Anstatt der Kochschokolade verwand ich dunkle Schogetten (Da man die hier im Supermarkt so billig findet 😳) und die Butter ist leider immer gesalzen.
Im Endeffekt bin ich stolz auf mich, es gemacht zu haben. Ich fühle mich an Geburtstagen oder in diesem Fall dem Muttertag doch gezwungen irgendwas zu backen oder ein passendes kleines Geschenk zu haben.

Am Sonntag Abend kam mein großer Bruder Juan Gabriel nach Palmares angereist. In Summe war er nur 3-4 Mal hier, denn er lebt in einem anderen Teil vom Costa Rica und ist schon 26 Jahre alt. Oscar mein Vater kam auch über das Wochenende vorbei also hatten wir volles Haus.

Muttertag

Am Montag musste Cristel leider in die Uni und Josue ist mit seinen Freunden unterwegs gewesen (Teil des Machismos, dass im keiner böse ist wenn die Freunde wichtiger sind als Muttertag).

 

Selfie mit Diana

In der Früh aßen wir zusammen Gallo Pinto mit Ei, Platanos und alles was man sich vorstellen kann. Sie suchten alte Fotos herraus und wir sahen sie uns an. Festgestellt wurde, dass wir eine Kaffeetasse schon seit 15 Jahren besitzen und wir echt neue brauchen. (wieso ich das erwähne, kommt gleich weiter unten) Zu Mittag gingen wir essen (zum ersten Mal, dass ich mit meiner Familie essen war).

 

Quesadilla 😳😍

Am Nachmittag präsentierte ich meiner Mama die Torte.

Cristel kam von der Uni zurück und brachte Blumen und einen Lippenstift als Geschenk mit. Im Allgemeinen ist der Muttertag auf Grund der Familienwichtigkeit sehr wichtig, sodass jeder hier den Tag mit seiner Mutter verbringt und richtig große Familienfeste stattfinden. Ich finde es so schade, dass es der erste Feiertag ist, an dem ich hier bin. Alle anderen (Nationalfeiertag, Weihnachten, Neujahr und die Geburtstage) sind genau in der Zeit, in der ich nicht da bin 😦
Rosario

Am späten Abend passierte etwas Unglaubliches… wir machten das Rosario (Rosenkranzgebet) Sprich diese Kette, mit welcher man alle Kugeln abbetet. Sie meinten sie machen es öfter, aber seit ich hier bin noch nie. So viel zum Thema religiös leben.

Zuerst stellten wir eine Heilige Maria Figur auf einen Sessel und danach ging meine Mutter mit einer Schüssel Wasser und einer gesegneten Pflanze durch das Haus, um es zu weihen und böse Geister zu vertreiben. Wir setzten uns hin & los ging das Rosenkranzgebet. Ich konnte nicht wirklich mitreden, aber sie kannten es ALLES auswendig. Nach dem Gebet schloss meine Mami noch ein paar persönliche Worte an, die mir sehr zu Herzen gingen. Im Sinne von, dass ich jetzt bald gehen muss und wie schön die Zeit war und wie schwer es wird. Es war so herzig von ihr 😭😭

Ein bisschen später ging ich kurz zum Supermarkt der Chinesen (man nennt ihn wirklich super de los chinos), wo es alles gibt. Ich geh bei den Kaffeetassen vorbei & alles Barbie und für Kinder faziert. Plötzlich sehe ich eine mit Schrift. War wirklich eine Alles Gute zum Muttertag-Tasse. Aus Prinzip musste ich sie kaufen und schenkte sie meiner Mama 😀

Das war also mein erster und letzter Familienfeiertag in Costa Rica 🙂

¡Pura Vida y buenas noches!

 

ich schlaf jetzt meistens so auf Grund des Lärmes