Das Kapitel war fertig, die Geschichte geht weiter

Hallo meine lieben! Aufs neue 🙂
Nach dem schmerzenden Abschied vor 10 Monaten, fliege ich nun meinem Costa Rica entgegen. Über dem Wolken, zwischen zwei Welten. Gleich wie vor 10 Monaten, oder? Der Unterschied: dieses Mal sind es Freudentränen.

Es kommt mir so surreal vor. Es fühlt sich wie ein Traum an. So viel ist in dem letzten Jahr passiert, sowohl in Österreich als auch in Costa Rica. Besonders bei mir. Es war ein hartes Jahr und es verging kein einziger Tag an dem ich nicht an mein zweites zuhause gedacht hab. Ich wollte wieder in meinem vollen und kleinen Haus sein. Beim Regen am Nachmittag einen feinen Nachmittagsschlaf machen. Reis mit Bohnen frûhstücken und zufällig Leute im Park über den weg laufen. Die Gesichter nicht über meinen Handy auf Whatsapp Call sehen, sondern sie um mich zu haben. So einfach.

  
In so vielen Momenten habe ich auf diesen Tag gewartet und ihn mir vorgestellt.. jetzt ist es so weit. Ich bin hier… im Flugzeug und es ist nicht mehr weit. Ich bin dieses Mal sicher aufgeregter als beim letzten Mal!! Hatte gleich mal einen 26 Kilo Koffer weil ich locker 10 Kilo nur am Mitbringsel (4kg alleine an Milka Schoko) mithabe. Von Graz nach Wien nach Newark nach San José. Dort holt mich ein Taxifahrer Freund ab und bringt mich für 30€ nach Palmares, wo meine Familie auf mich wartet. Was ich morgen mach? Ganz ehrlich.. ich hab noch gar keine Ahnung! 

  
Die einzig kuriose zu erzählende Geschichte die ich have, ist dass ich die Dame am Flughafen in Newark auch auf Spanisch angesprochen hab und ihr Blick war so „omg die gringa (amerikanerin) spricht Spanisch“, ich muss ehrlich zugeben ich liebe diese Momente in denen mir keiner zutraut das ich Spanisch rede..

  
 Dieses Mal wird es natürlich nicht mehr das gleiche sein. Ich bin erwartungslos, denn alles was ich will ist dort sein und wieder zeitlos leben zu können. Wie es dann ist, berichte ich euch wenn ich angekommen bin. Zuhause ❤️

Ich freue mich aufs neue mit euch meine Abenteuer zu teilen,

Pura Vida ✌🏽️

Lillllllllly ❤️

  

Der Abschlusspost // gracias Costa Rica

So liebe Leute, einen allerletzten Post bin ich euch allen noch schuldig. Ich habe es sehr genossen mit euch die beste Zeit meines Lebens (bis jetzt 😉) mit euch zu teilen. Fast 50 Tage nach meiner Rückkunft hab ich einiges erlebt und ich kann nur sagen es ist wirklich schwierig. Es ist teilweise schrecklich um ehrlich zu sein. Aber hey ich habe keine Wahl. Andererseits hab ich auch so viele neue liebe AFS Freunde! Ich habe sehr viele kulturelle Brücken zu überwinden und muss geduldig erklären, dass ich nicht gerade von einem Urlaub zurück komme. Wirklich angekommen bin ich aber immer noch nicht und denke ich tut man nie. Dieses Kapitel ist sicher noch lange nicht abgeschlossen.

Nachdem die letzten Tage in Costa Rica verfliegten, saß ich also im Flugzeug und als ich in Graz landete, musste ich glaube ich noch viel schrecklicher heulen als dort. Es war wirklich eine Überwindung da raus zu gehen. Mit meinem ganzen Leben, in einem Koffer gepackt, einem spanischen denkenden Kopf und einem Herzen weit weg, stand ich also dort, und jetzt wurde es mir bewusst. DAS WAR’S! Jetzt bin ich zurück. Sobald ich den ersten Schritt geschafft habe und von Familie und Freunden empfangen wurde, war alles wieder besser.

Wie verdammt schön meine Zeit war, wurde mir erst jetzt bewusst und ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn ich es nie gemacht hätte. Ich habe dort meine 2. Familie gewonnen. Viele Freunde. Viele einmalige Erlebnisse. Und eine Änderung meiner Ansichten zu vielen Themen und Situationen.

Ich habe alles erlebt was ich wollte und viel mehr, als ich mir je vorgestellt habe. Mir wurde beigebracht im Moment zu leben und wie wenig man braucht um glücklich zu sein. Einfach die Tatsache, dass ich innerhalb von so kurzer Zeit wildfremde Menschen am anderen Ende der Welt so tief in mein Herz geschlossen habe, .. danke AFS ❤️. Ich habe endlich die komplette Lebensfreude, auch wenn es manche für oberflächlich halten kennengelernt und das Wichtigste… All das wird für immer Teil meines restlichen Lebens sein! Wie gerne ich wieder zum Anfang zurück möchte. Wie sehr ich alles vermisse. Ich weiß nicht wirklich, wie ich das in Worte fassen sollte. Jeden Tag wird es stärker dieses Heimweh/Fernweh. Ich probiere mit allen zu skypen und zu schreiben und das ist auch wunderschön, nur genauso traurig. Ich merke wie alle weiterleben, wie sie das Gleiche machen wie immer. Meine Familie sitzt in diesem Moment sicher gerade vor dem Fernseher, meine Freunde gehen morgen in die Kirche und Essen, die Freunde meines Gastbruders kommen im Laufe des Tages bei uns vorbei, meine Schwester sitzt draußen und näht, meine Mitschüler schließen gerade ihr Schuljahr ab, am Strand treiben die Wellen weiter, Touristen befinden sich in den Nationalparks, meine Gastschwester macht bald ihre „Matura“, meine Hunde laufen in diesem Moment im Haus herum, die Kakerlaken sind im Dunklen im Bad, das Wasser ist kalt, meine Mutter versucht mein Essen nachzukochen und unser Familienfoto hängt mitten im Wohnraum.  Was ist daran jetzt so schlimm, bitte?

Ich bin nicht mehr dabei.

Nur kann ich das nicht ändern und probiere das beste daraus zu machen.

Jetzt heißt es einmal die Schule ENDLICH fertig zu machen, AFS Freiwillige zu sein, brav nebenbei arbeiten und dann mal sehen. Auf jeden Fall so bald wie möglich wieder alle besuchen. Bin auch gerade dabei die alten Blog Posts zu überarbeiten und schöne deutsche Sätze zu bilden.

Danke Leute, es war mir eine Ehre mit euch einen Teil meines Lebens zu teilen und vielen dank an Costa Rica, wirst für immer einen riesigen Platz in meinem Herzen behalten. Ich werde diese wunderschöne Zeit niemals vergessen und bin speziell glücklich, so etwas Wichtiges zu haben, was mir den Abschied so schwer macht. Costa Rica por siempre ❤️

¡pura vida!

eure Lilly

  

Zwischen zwei Welten

In dem Moment als ich das Flugzeug stieg, hat mich ein wichtiger Abschnitt meines Lebens verlassen. Ich bin weder in Costa Rica, noch in Österreich zuhause. Ich lebe zwischen den zwei Welten. Eine verließ ich, am Weg zu der anderen. Ich hab in meinem kompletten Leben noch nie so etwas schweres durchleben müssen. Es kommt mir vor als wär meine Zeit in Costa Rica ein Traum gewesen, und jetzt weckten sie mich auf. Quälend verbringe ich alleine isoliert in einem Flugzeug meine Zeit. Zwischen Costa Rica und Österreich. 

Jetzt sitz ich im Flieger über dem Atlantik, mit meinem Stofftier, einem Costa Rica Shirt, Lollies von der grünen Mango und Converse, welche noch den Schlamm aus Costa Rica tragen. Meine Fingernägel sind noch blau von der Torte, welche sie mir gestern ins Gesicht gedrückt haben. Meine letzten Tage waren wunderschön, dennoch behalte ich sie für mich. Ich kann euch den Abschied beschreiben. Ich mit meinen Schwestern, meinem Bruder, Olman, Maria, meine Mama und mein Vater. Ohne zu wissen wen man noch alles umarmen soll und welche Worte man sagt. Alle schreiben einen auf Whatsapp, Snapchat oder sonst wo Nachrichten. Man sieht wieviele Leute man in sein Herzen gewonnen hat. Aber dann steht man fertig vor dem Eingang zu den Gates. Jetzt kann keiner einen begleiten, jetzt ist man auf sich gestellt. Am schwersten war der Schritt hineinzugehen. Es ist wie der Sprung vom 10 Meter Turm, man steht bereit, alle sehen einen an, aber den Sprung muss man selber wagen. So war es für mich mich umzudrehen und in die Schlange zu gehen. Dann steht man dort, deine Leute schauen einen an und sind noch so nah, aber man muss weiter gehen. Weg von ihnen. Ohnen zu wissen wann man sie wieder alle zusammen sieht. 

Ich war einfach nicht bereit zu gehen, noch bin ich es anzukommen. Es ist so schnell vergangen. An jeden Tag habe ich schöne Erinnerungen, welche mir keiner jemals wegnehmen kann. Es ist alles was mir bleibt. Die Erinnerung und was sie aus mir machte. Mich können sie ausrauben und alles wegnehmen, nur meine Erinnerungen niemals. Ich verlasse meine Besten Freunde und Familie, um zu meinen besten Freunden und Familia zu gehen. Zuhause ist wirklich kein Ort. Es ist ein Gefühl.

Jetzt liege ich auf einer Bank am Flughafen in Madrid. Zwischen Palmares und Graz. Aber eigentlich im Nirgends. Stinkalleine.

Es tut einfach so weh. Man kann es nicht in Worte fassen. Danke Costa Rica, für die schönste Zeit meines Lebens, danke es mir so schwer zu machen mich zu verabschieden. Du bedeutest mir die Welt, wir sehen uns bald. Für immer in meinem Herzen DANKE ❤️

   
    
    
    
    
   

Die letzte Schulwoche

Montag
Kurzer Einwand: Ich nimm die Schule wirklich nicht mehr sehr ernst, ich mein ich gehe nur hin wegen den Leuten und um die Zeit zu verbringen.

Nach einen normal Agropecuariotag, in dem ich Erde in Töpfe geben durfte verbrachte,  ging ich heim, schlief den ganzen Nachmittag durch und ging am Abend mit der Brasilianerin zum Zumba. Cool ist, da jetzt September beginnt und am 15. Unabhängigkeitstag ist, dass überall CR Flaggen hängen und sie in jeden Supermarkt verkauft werden.


Dienstag

Nachdem ich ein bisschen verschlief, ging ich in die Schule, danach zu Mittag zuhause essen, wieder zurück in die Schule. Musik durfte ich wieder mal mit der Gitarre spielen aber das wars. Danach trag ich mich mit einer Schulfreundin in die Stadt. Es nervt mich ziemlich, dass es schon wieder beginnt dauernd zu regnen, denn dadurch muss man sich ein Dach suchen und kann nicht einfach in den Boulevard. 😦


  
Mittwoch

Freunde aus der Schule wurden schon gefühlsvoller wegen meines Abschiedes und ich musste meine letzten Qualhaften Englischstunden aushalten. Der Unterricht ist wirklich zu vergessen. Ich hab dadurch mein ganzes Englisch vergessen. Am Nachmittag traf ich mich mit Freunden, darunter auch der Deutschen und später ging ich die Fotos von meiner Familie abholen.




  
Donnerstag

Hatten wir wiedermal nen Streik also schlief ich genügend aus und ging mit Cristel chinesisch essen. Cris ist jetzt auch in den Ferien von der Uni und dadurch zuhause. Sie macht mir gerade eine Menge an Shirts, wir kauften Stoffe ein und jetzt näht sie. Die Stoffgeschäfte sind einfach richtig cool, in San Ramon gibts noch viel bessere mit richtig coolen Stoffen! *-*


Freitag

Heute war es sehr schwer, denn ich war sehr überfordert mit den Abschieden. Ich fand fast keine Zeit mit allen zu reden und das war richtig stressig. Alle fragten mich wann ich wieder komme und unterschrieben mir auf der Flagge. Ja, das wars halt, kein Schultag mehr. Die Lehrer haben mich auch alle verabschiedet und es war echt schön. Ich hab ehrlichgesagt nicht mehr viel über den Schultag zu erzählen, denn es ist für mich einfach mein persönliches Ende mit der Schule.

 

bye Colegio Dr. Ricardo Moreno Cañas


Vielleicht fällt euch in einigen Fotos mein neues Stofftier auf. Er ist mein „Perezoso“ ich glaube das heißt Faultier und mein einziger Begleiter nach Österreich. Sein Name ist Tico und er verlässt mich nicht. So ein süßes Ding 😱


Jetzt bin ich zuhause, bzw am Wlan schnorren von den Nachbarn. Da wie mein Glück es will, ich die letzten Tage kein Wlan im Haus habe, weil der Vater gerade auf einer Farm ist, und nirgends hinkommt, um das Wlan zu bezahlen. Das passt grad richtig ungut die letzten Tage kein Internet zu haben 😒

Mit meiner Mami, Schwestern und sogar Bruder rede ich jeden Tag über den Abschied und wie die Zeit davonrennt. Es ist einfach nur deprimierend 😢 Es tut gut zu wissen wieviel ich ihnen bedeute und sie mir. Jetzt heißt es noch 3 Tage genießen bis mir Costa Rica weggerissen wird. Ehrlichgesagt glaub ich nicht mehr, dass ich hier noch schreiben werde. Wir hören uns in Österreich!

„How lucky I am to have something that makes it so hard to say goodbye“

Pura Vida! 💘

Herzensschmerz

Es macht mich alles so traurig. Ich sehe Leute und sage „Wahrscheinlich sehen wir uns nicht mehr, ich fahr nächste Woche“. Ich schaff es nicht glücklich meine letzten Tage zu genießen. Im Gegenteil ich genieße sie mit Traurigkeit. Mit dem Hintergedanken wieder zurück an den Zeitpunkt zu kommen an dem ich zeitlos lebte. Jetzt tickt in mir eine Uhr, die ich aber nicht abschalten kann. Habe ich alles gemacht was ich hätte machen können oder nicht? Denn je mehr ich erlebte desto mehr verliebte ich mich in mein Leben. Ich tat und habe getan was ich wollte und noch viel mehr. Ich bereuhe keinen Tag auch wenn es schlechtere gab. Ich habe mein bestes getan und alles erleb,t was möglich war.
Man sieht Veranstaltungen in Facebook, welche hier in der Zukunft stattfinden, und man weiß, dass man nicht hingehen kann. Man hat Angst vergessen zu werden. Für jeden hier bin ich eine Person die hier war und jetzt geht. Für mich geht aber mehr als eine Person. Für mich verlassen mich alle meine Geschwister, meine Mutter, meine Freunde, mein Bett, mein Schulweg, mein Essen und meine Kakerlaken. einfach ALLES. Das einzige was bleibt ist die Erinnerung, die Erfahrungen die ich machte und mich zu dem machten, wer ich heute bin.

Mit einem holländischen Freund redete ich letztens über das. Wir haben beide gemeint als wir ankamen waren wir interessant und was besonderes, mittlerweile (seine Worte) „I’m only the dutch dude on school“. Und was mit uns passiert, wenn mir nicht mehr da sind. „Yeah there was this austrian girl in Palmares“.

Ich fühle so eine Nostalgie an allen Momenten. Als ich ankam. Jeden Tag an dem ich etwas neues erlebte. Unwissend und wie ein kleines Baby. Heute hab ich selbstbewusst ein stinknormales aber außergewöhnliches Leben.

Was kommt in Österreich auf mich zu? Natürlich freue ich mich auf Vieles aber viel mehr würde ich mich freuen, mein Leben hier weiterzuführen.

Ich war hier, ich lebte und liebte, ich hoffe einen Fußabdruck hinterlassen zu haben.

Ich will mich nicht verabschieden, nein ich muss es. Erst jetzt habe ich es gelernt jeden kleinsten Moment mit meiner Familie zu genießen, ohne zu wissen wann es wieder dazu kommen wird.

Ich kann nicht glauben das ich gehe, ich was nicht was ich machen werde. Eines Tages komme ich zurück und bis dahin bleibt jeder Wimperschlag in meinem Gedächtnis.

Die Uhr tickt und mein Herz schlägt weiter, nur an einen anderen Ort.

Am Samstag Abend ging ich mit Diana und Alejandro essen und danach kurz in den Boule (Park), wo ich viele Freunde traf, darunter auch den Holländer, welcher mit seiner Familie hier wohnt und noch immer kein Spanisch spricht. 😀 Es ist einfach cool mittlerweile so viele Leute zu kennen. Bzw die Leute bei denen ich bleib weil ich mich gut verstehe und sie mit mir befreundet sein wollen, und nicht nur weil ich die Austauschschülerin bin.
Am Sonntag verbrachte ich den Tag ruhig und wollte am Abend was mit einer Klassenkollegin machen. Sie wollte, dass ich mit ihr zu ihrer Kirche zu einem Konzert gehe. Es war richtig schön und beeindruckend, vielleicht musste ich bis in diese „christliche“ Kirche gehen, um vielleicht an Gott zu glauben. Ihre Mama hat mir auch nebenbei alles nochmal erklärt. Ich war in Summe zwar erst einmal bei dieser Freundin zu Hause, aber ihre Mutter behandelt mich wie ihre Tochter. Es ist so süß wie ihre Mutter mich liebt und umarmt und mir sagt ich werde ihr fehlen. Sie haben mir immer schon angeboten, dass es immer einen freien Platz in ihrem Haus gibt. Meine Freundin Meilin scheint sehr viel über mich zu erzählen. Danach ging ich mit Meilin essen und in den Boule. Dort trafen wir auf ihre Schwester & Freunde und das war lustig. Auch wenn ich mit dem Rest der Familie fast nichts zu tun hatte, ist es wie meine zweite Tica Familia 😀


 Danach stand ich ohne genügend Geld im Zentrum und gottseidank war mein Cousin im Boulevard also rief ich ihn an, um mit ihm & den Freunden (sind auch meine Freunde) heimzufahren. Das war dann so lieb wie sie mich einer fragte „Lily wieso verlasst du uns & wann machen wir die Abschiedsfeier?“. Ich habe wohl doch Freundschaften geschlossen. Leute kennengelernt, die mich nicht zu schnell vergessen. Oder mindestens für immer in ihren Gedanken bleibt, das da mal die „Australianerin, Deutsche oder doch Österreicherin“ war und mit ihnen abhang.

Im Endeffekt hatte ich meinen richtig schönen letzten Sonntag im Boule ❤️ Nächsten Sonntag werden wir nähmlich hier zuhause meine Abschiedsfeier machen. 😱

Pura Vida Leute!

Was so geschah – Monteverde

In der Schule bin ich wieder in Examen was bedeutet die letzte Woche hatte ich nur am Vormittag Schule. Sonst passiert nicht wirklich viel in der Schule, am Nachmittag treff ich Freundinnen im Zentrum oder schlafe. Jetzt mach ich dauernd Erinnerungsfotos von allem.

 

Kirche von Palmares

  

Kiosko von Palmares (hier ist die Pokeparada & es gibt sogar Steckdosen)

 
 
Letztens besuchte uns eine Cousine (ist aber schon älter) mit ihrem 2 Monate altem Baby und ihrem 5 Jährigen Sohn. Sie fuhr mit meiner Mami nach San jose und wir Schwestern schauten den Tag auf ihn. Ja das war anstrengend wieder an die kleinen erinnert zu werden 😀
   
 Am Donnerstag bin ich mit einem Tico Freund (Juan Domingo) der nach Italien Austausch fahrt nach San Jose gefahren um noch die letzten Souvenirs zu kaufen. Es ist der gleiche mit dem ich in Atenas bei der coolen Brücke war und jetzt nach Monteverde fahre, da seine ganze Familie von dort ist. 

   
 Ich hab derzeit viel mit ihm zu tun, dadurch dass er am 8. September fahrt und ich am 5.. Weshalb er sozusagen in der gleichen Situation ist wie ich und er kein typischer Tico ist. Seit meinem zweiten Tag hier versprach er mir, mich nach Monteverde zu bringen und jetzt 2 Wochen vor meiner Fahrt schaffen wir es.

Nachdem uns die Brasilianerin und meine Schwester abgesprungen sind fuhren wir also am Sonntag nach San Ramon, um dort den Bus abzuwarten. Nach einer Weile warten passte der bumvolle Bus vorbei & wir stiegen ein. 4 Stunden im stehen. Zuerst fahrt man Richtung Hafen von Puntarenas und es wird warm, danach immer kälter bis man eine Stunde lang einen nicht gepflasterten Weg fährt. Immer noch im stehen. Man muss sich vorstellen der Bus war so voll, dass man sich nicht einmal an den Boden setzten konnte.

  
Endlich angekommen fuhren wir im Taxi zum Haus von seiner Familie, wo uns sein Vater schon erwartete. Er kochte Reis mit Hühnchen und Bohnen. Leider aß ich das selbe Essen schon am Vortag. Am besten ist das Haus einfach weil es aus Holz ist. Das erste Haus was ich hier je gesehen habe mit Holzboden. Sogar im Bad.

 

mein zimmer – einfach alles Holz

 
Am Montag hatte ich um 6:30 den ersten Stromschock meines Lebens, beim Ausschalten des Stromes der Dusche… ich hatte den Schalter ein bisschen weit zu hinten angefriffen, barfuß & dazu noch halb nass. Jeden Falls war ich dann hellwach! 😀 
Um 7:30 standen wir bei der Tante in ihrem Hotel, die uns Frühstück machte. Danach als Dankeschön beschlossen wir einfach alles an Besteck & Geschirr & Töpfen zu waschen. Man muss sich das so vorstellen, dass alle Teller der Hotelgäste plus die verwendeten Küchenutensilien zu machen waren. Und Geschirrspüler ist ein Fremdwort. Im Endeffekt machten wir sozusagen Stationen im Sinne das JD mit dem Schwamm & Seife abschruppte und ich die mit Wasser abspülte, abtrocknete & einräumte. Das eigentlich Interessante daran ist, dass ich mich wieder richtig auf meine Arbeit in Österreich freu. Bzw die Gastro gefallt mir halt. 😀

Danach begleiteten wir die Tante in die Schule der Tochter. Eigentlich nur weil es die coolsten Schule ist, die man sich vorstellen kann. Alles in Englisch, Uniformen nur Shirts aber in vielen Farben und die Klassenräume sind richtig weit außeinander. Verbunden durch Waldwege, welche wir erforschten und Fotos machten. In der Stelle sollte ich kurz erwähnen, dass Juan Domingo Fotograph bzw Videomaker werden will. 

 

Klassenräume

  
  

Wege um von Raum zu Raum zu kommen

  

Sportplatz

 Nach der Schule gingen wir mit der Tante zu den bekannte Ficus Bäumen. Bäume in welchen man von innen hinaufklettern kann und oben rauskommt. Das ungute ist, dass viele Leute ohne Schuhe gehen und es dadurch so ekelhaft nach Schweißfüßen im Baum stank. Außerdem wurde es oben immer enger und das stresste schon ein bisschen WORTWÖRTLICH in einem Baum gefangen zu sein. 

Wir gingen zum Mittagessen zum Hotel und die Tante kochte gut. Am Heimweg trafen wir auf einem Hund im Kleid… Danach lieferten wir die Kameras im Haus ab und gingen ins Zentrum einen Milkshake trinken und Juan Domingo zeigte mir die Innenstadt. 

   
    
 Es ist unglaublich anders hier als der Rest von Costa Rica. Einfach schweinekalt und es riecht wie beim Wandern in Österreich. Das Klima ist beeindruckend. Es regnet, es scheint Sonne, es ist windig und wolkig. Manchmal alles zur gleichen Zeit. Den Sonnenuntergang konnte ich leicht aus der Entfernung sehen während es Wolken am Himmel gab, der Wind mich umbließ und zugleich ein nasser Regen in sprayform besprühte. Als Abendessen gab es noch einmal Reis mit Hühnchen und Bohnen wie am Vortag. Yaaaay – 3 Tage in Folge! 😭

Am nächsten Tag verpennt ich schön (ok ich wachte um 7:30 auf) und dadurch konnten wir nicht mehr zur Tante frühstücken gehen. Dadurch aßen wir in einer Bäckerei ein Sandwich und danach ging es auf zum Canopy 😍 Was ist canopy ? Ziplining in Costa Rica! Durch Connections von Juan schafften er es gratis zu organisieren. Es war leider ein kalter nebeliger Tag aber schaffbar. Dadurch hat man den „Cloud Forest“-Effekt besser erleben können. Die Tour begann mit einfachen kurzen Lines. Es gab zwei längere die man zu zweit machen konnte. Es wurde einfach immer nebeliger bist es zu regnen begann. Schon ziemlich fein wenn man nicht einmal erkennt wo das Ende sieht. Aber hey man schmeißt sich ins Abenteuer rein. 

    
Mittendrin folgte ein Tarzan Swing. Man kann sich das so vorstellen, dass man 12 Meter freien Fall hat und danach wie Tarzan herumschwingt.

Zu Mittag gingen wir zur Tante essen. Am Abend gingen wir mit dem Vater in ein Restaurant essen. Dort kontaktierte er einen Freund, der uns ein anderes Canopy gratis organisierte. Ich hab einfach so viel Glück! Nur das es am nächsten Tag um 7:20 begann. Mein Zeitgefühl hat sich in Costa Rica sowieso aufgelößt, wodurch es kein „zu früh“ mehr gibt. Nach den Essen schauten wir uns die Videos vom Canopy an und andere Dinge in Youtube (wusstet ihr, dass es französischen Raggea gibt? 😂)

  
Alle paar Stunden bekomm ich derzeit einen emotionalen Realitätsschock, bezüglich dass mein Austausch in wenigen Tagen aus ist. Nur wenn ich darüber schreibe beginnt mein Herz zu raßen 😭💔. 

Am Mittwoch standen wir um 5:30 auf und aßen stilvoll Obstsalat.

  
Wir spazierten ins Zentrum und wurden von dort mit einem Kleinbus zum Canopy mit vielen anderen Touristen gebracht. Sind derzeit nicht mehr so viele Gringos (us amerikaner) dafür richtig viele Europäer. 

Das Canopy begann mit einfach Zip lines, einer Minihängebrücke und einmal kurz abgeseilt werden. Danach kam ein großes Seil in normaler Position. Es war einfach so hoch über dem Urwald und richtig gute Sicht. Das einzige Schirche war, dass ich durch den Wind bremsen musste weil sonst hätte ich die Kontrolle verloren und mich gedreht. Passiert zwar nichts ist aber sicherlich nicht so lustig 😀

  
Danach folgte ein leicht unheimlicheres Seil, ok es war ähnlich nur dass ich mich vor Angst in die Hose machte, denn man fahr mit dem Kopf vorraus UND man sieht nicht das Ende. Außerdem ist es das längste Kabel in Lateinamerika (1590m). Nach ewigkeitiger Warterei war ich dran und überlebte es. Ich bin so unendlich stolz auf mich es gemacht zu haben. Das gleiche folgte nochmal etwas kürzer.

 als Abschluss gab es einen Tarzen Swing. Man wartet bis man gerufen wird eine Brücke entlang zu gehen. Die Brücke hört plötzlich auf und bevor man überlegen kann, wird man von den Guides angeschnallt und die Türe wird geöffnet. Darauf folgt ein 45 Meter hoher Freifall und man schwingt wie Tarzan hin und her.

 

hab das Foto aus dem internet damit man es sich vorstellen kann

 
Am Nachmittag ruhten wir uns in der Wohnung aus und ich hatte leichtes Fieber. Danach tranken wir Kaffee bei der Tante und gingen spazieren. 

  
 
 

richtig schöner sonnenuntergang

Heute, Donnerstag, schlafte ich mal bis 11 in Ruhe aus und ging Wäsche waschen. Ich hatte noch nie soviel Spaß mit einer Waschmaschine. Nein ehrlich ich verstehe nicht warum in Österreich so komische verwendet werden, hier ist es viel logischer.
  Das erste ist zum Waschen, man lasst das Wasser direkt aus der Leitung und stellt die gewünschte Zeit ein. Wenn man will dass das Wasser abfließt (siehe Schlauch am Boden) schaltet man einen Hebel um. Daneben ist der Trockner und fertig. Ist einfach viieeeel selbstverständlicher.

Danach musste Juan zu seiner Cousine die Frisuerin ist. Ich habe keinen blassen Schimmer was sie mit seinen Haaren macht, aber es dauert in Summe 4 Stunden. Mittendrinnen kam mir die spontane Idee sie zu fragen, ob sie mir die Haare schneiden kann, da ich sie mir zuletzt selber geschnitten habe und dadurch habe ich weniger in Österreich in den ersten Wochen zu erledigen 😀

   
   
Ich glaub sie hat es ganz schön gemacht & danach noch geglättet. Wenn Latinas in etwas ausgezeichnet gut sind, ist es Haare glätten. Meine Haare waren noch nie so glatt. Jetzt sitzt ich also beim Friseur, mach Armbänder und warte warte… 

Morgen um 6 Uhr fahren wir mit dem Bus nach Palmares, denn um 5 hab ich ein Fotoshooting mit meiner Familie 🙂 Jetzt heißt es die letzten 10 Tage zu genießen und nicht daran zu denken was in Österreich auf mich zukommt. Eins weiß ich auf jeden Fall… der Abschied wird ****

PS: Bitte keine Kommentare zu meinem Deutsch, sonst post ich gar nichts mehr.

Pura Vida auf alle Fälle!

hab jetzt einen Dread 😀

Muttertag

Um eine brave Tochter zu sein und meiner zweiten Mama meinen Dank zu zeigen, verbrachte ich den ganzen Sonntag dabei, eine Dobostorte zu backen. Es ist doppelt so anstrengend, da es zum Beispiel keine Waage gibt sondern nur Cups. Anstatt der Kochschokolade verwand ich dunkle Schogetten (Da man die hier im Supermarkt so billig findet 😳) und die Butter ist leider immer gesalzen.
Im Endeffekt bin ich stolz auf mich, es gemacht zu haben. Ich fühle mich an Geburtstagen oder in diesem Fall dem Muttertag doch gezwungen irgendwas zu backen oder ein passendes kleines Geschenk zu haben.

Am Sonntag Abend kam mein großer Bruder Juan Gabriel nach Palmares angereist. In Summe war er nur 3-4 Mal hier, denn er lebt in einem anderen Teil vom Costa Rica und ist schon 26 Jahre alt. Oscar mein Vater kam auch über das Wochenende vorbei also hatten wir volles Haus.

Muttertag

Am Montag musste Cristel leider in die Uni und Josue ist mit seinen Freunden unterwegs gewesen (Teil des Machismos, dass im keiner böse ist wenn die Freunde wichtiger sind als Muttertag).

 

Selfie mit Diana

In der Früh aßen wir zusammen Gallo Pinto mit Ei, Platanos und alles was man sich vorstellen kann. Sie suchten alte Fotos herraus und wir sahen sie uns an. Festgestellt wurde, dass wir eine Kaffeetasse schon seit 15 Jahren besitzen und wir echt neue brauchen. (wieso ich das erwähne, kommt gleich weiter unten) Zu Mittag gingen wir essen (zum ersten Mal, dass ich mit meiner Familie essen war).

 

Quesadilla 😳😍

Am Nachmittag präsentierte ich meiner Mama die Torte.

Cristel kam von der Uni zurück und brachte Blumen und einen Lippenstift als Geschenk mit. Im Allgemeinen ist der Muttertag auf Grund der Familienwichtigkeit sehr wichtig, sodass jeder hier den Tag mit seiner Mutter verbringt und richtig große Familienfeste stattfinden. Ich finde es so schade, dass es der erste Feiertag ist, an dem ich hier bin. Alle anderen (Nationalfeiertag, Weihnachten, Neujahr und die Geburtstage) sind genau in der Zeit, in der ich nicht da bin 😦
Rosario

Am späten Abend passierte etwas Unglaubliches… wir machten das Rosario (Rosenkranzgebet) Sprich diese Kette, mit welcher man alle Kugeln abbetet. Sie meinten sie machen es öfter, aber seit ich hier bin noch nie. So viel zum Thema religiös leben.

Zuerst stellten wir eine Heilige Maria Figur auf einen Sessel und danach ging meine Mutter mit einer Schüssel Wasser und einer gesegneten Pflanze durch das Haus, um es zu weihen und böse Geister zu vertreiben. Wir setzten uns hin & los ging das Rosenkranzgebet. Ich konnte nicht wirklich mitreden, aber sie kannten es ALLES auswendig. Nach dem Gebet schloss meine Mami noch ein paar persönliche Worte an, die mir sehr zu Herzen gingen. Im Sinne von, dass ich jetzt bald gehen muss und wie schön die Zeit war und wie schwer es wird. Es war so herzig von ihr 😭😭

Ein bisschen später ging ich kurz zum Supermarkt der Chinesen (man nennt ihn wirklich super de los chinos), wo es alles gibt. Ich geh bei den Kaffeetassen vorbei & alles Barbie und für Kinder faziert. Plötzlich sehe ich eine mit Schrift. War wirklich eine Alles Gute zum Muttertag-Tasse. Aus Prinzip musste ich sie kaufen und schenkte sie meiner Mama 😀

Das war also mein erster und letzter Familienfeiertag in Costa Rica 🙂

¡Pura Vida y buenas noches!

 

ich schlaf jetzt meistens so auf Grund des Lärmes

 

Der Guanacaste Ausflug

Wir erfuhren, dass im ganzen Land von Mittwoch bis Freitag Streik der Lehrer ist. Danach Wochenende und Muttertag. Also fast eine freie Woche. Da uns alle anderen Austauschschüler verlassen haben, machte ich mit meiner Brasilianerin Maria auf den Weg nach Guanacaste, der Plan war unklar nur das ihre Gasttante in Filadelfia nahe Strand wohnt und eine Schweizerin von mir in Santa Cruz. Hier Foto der ganzen Orten um es sich vorzustellen.

  
Am Mittwoch setzten wir uns zur Bushaltestelle bei Palmares an der Autobahn und warteten einen Bus nach Santa Cruz ab. Nach einer Stunde kam einer nach Nicoya vorbei und wir „is okay“. Nach einer vierstündigen Bodensitzerei im Bus kamen wir an und es fehlte nur noch eine halbstündige Fahrt nach Santa Cruz. 

   
 Meine Schweizer Freundin Lara hatte gerade Tanzprobe, also mit ihrer Wegbeschreibung spazierten wir hin, um sie abzuholen. Einfach cool dass sie 3 Mal pro Woche den traditionalen Tanzkurs besucht. Haben von der letzten Generation alle gemacht. Ich hab mir den Rock auch noch angezogen und mir Basicschritte beibringen lassen.

  
Es war interessant so über Laras Leben zu erfahren. Ich und Maria starben an Hitze in der Nacht, sie meinte jetzt ists richtig angenehm kalt. Die Leute haben einen leichten anderen Akzent und sie sind dünkler. Also bei mir in Palmares findet man einen Haufen mit blauen Augen und blonden Haaren. Hier gar nicht. 

Wir kauften uns Pizza und aßen im Park. Danach spazierten wir zu ihr nach Hause und lernten ihre Familie kennen.

Nachdem wir bis 1 Uhr in der Nacht tratschten gingen wir schlafen und am nächsten Tag um 9 auf dem Weg zum Strand. 

Playa Conchal stand an. Wir borgten uns Flossen und Schnorchel aus und suchten Nemo, fanden aber nur Dory (schlechter Witz ich weiß). Maria tragte eine Schock davon, da sie ein Fisch richtig fest gebissen hat. Der Strand im Allgemeinen war richtig schön und ruhig. 

 

Buscando a Dory

  

🇨🇭🇧🇷🇦🇹

  

Ich fand die Flagge halt cool

 
Am nächsten Tag beschlossen wir zum Playa Tamarindo zu fahren. Ich kannte ihn zwar schon, aber er lag am nächsten und hatte die beste Verbindung, da Lara früher heim musste. Wir machten nicht viel. Viele Fotos und später gingen wir Schnitzel essen. Lara musste dann heim und ich blieb mit Maria zum Sonnenuntergang.

 

Mein Handy wurde echt nass bei diesen Fotos

  

Schnitzel ists beste

  

mein brigadeiro ❤️

  

Meine Haare sind echt lang geworden..

  

Costa Rica por siempre

  
   
Wunderschön und plötzlich kamen schwarzen Wolken auf. Wir warteten später in starkem Regen auf den Bus nach Filadelfia. Zur Tante von Maria. Dort waren wir supermüde und gingen schlafen. Es ist so heiß in Guanacaste zu leben es ist unglaublich. Die Tante lud uns am Samstag ein zum Playa del Coco zu fahren und von dort um 14:00 Uhr fuhren wir zurück nach Palmares. Also Playa del Coco ist wirklich nichts besonderes aber Meer ist Meer.

  

so eine hipster brille ich weiß

 
  
Das coolste ist, dass ich mittlerweile viele Freunde haben, welche als Taxifahrer arbeiten. Also ruften wir einen Taxifahrerfreund an der uns bis nach Hause brachte. Es war wieder schön zuhause zu sein. Das war wohl mein letzter Strand Ausflug. Es kommen gerade zu viele letzte Male auf mich zu 😥 Aber es geht. Ich komme langsam mit dem Abschied zurecht und lerne abzuschließen. Es hat keiner einem jemals gesagt wie schlimm das ist.

Am Sonntag Abend gab es das letzte Intercolegial (Fortgehen für U18) und mussten wir natürlich gehen. Ich kenn mittlerweile einfach viele Leute dadurch ists schon lustig 😀 

   
   
 

mein cousin

  

  
Ich gib mein bestes die nächsten 3 Wochen zu bloggen!

Pura Vida ✌🏽️

   

Letztes Monat – verwirrte Gedanken

Am Wochenende bekam ich die Möglichkeit mit der Familie der Brasilianerin nach Manuel Antonio zu fahren. Im Auto gab es leider keinen Platz mehr, also fuhr ich mit Maria mit dem öffentlichen Bus. Samstags früh von Palmares nach San Ramon danach nach Puntarenas und von dort aus nach Manuel Antonio. Ich kannte den Nationalpark zwar schon, aber trotzdem cool um einfach noch mal zum Strand zu kommen und aus Palmares rauszukommen. 
wir verbrachten ruhige Tage Strand und Mexikaner kennen mit denen wir auch noch unterwegs waren.

   
 
   
    
 
In Palmares gibt es jetzt eine neue Deutsche, welche Klassenkameradin von Leuten die ich kenne ist, wodurch sie mir sie vorgestellt haben und sie ist chillig drauf. Dadurch hab ich sie die letzten Tage öfter getroffen.

  
Heute war ein schulfreier Tag. Jedes Jahr am 2. August gehen sehr sehr viele Ticos von allen Teilen aus Costa Rica zu Fuß nach Cartago zu einer Basilica. Manche gehen tagelang, andere von San Jose aus ein paar Stunden. Ticos sind ja sehr religiös deswegen gehen alle Altersgruppen und richtig richtig viele Leute! Das Ziel ist es aber am 2. August anzukommen. 

Ich wäre richtig gerne wegen der Einmaligkeit gegangen, aber da auch meiner Familie keiner wollte, bin ich es erst recht nicht. 

Vor kurzem fiel mir auf, dass ich begonnen habe auf Spanisch zu denken. Das macht es mir im Deutschen nur noch schwerer.
Die letzten Tage waren wie immer. Am Samstag ging ich zur Abwechslung laufen, und bin so viel bergauf gegangen, dass ich im Endeffekt nen coolen Ausblick hatte. Am Sonntag am Abend fuhr ich mir Maria (ich verbringe wirklich viel Zeit mit ihr haha) und dem Taxifahrerfreund und noch einem anderen zu einem Aussichtspunkt, aber des anderen Levels. Sprich man sieht bis nach San Jose und ist RICHTIG hoch oben. 

Die vielen Lichter sind schon San José – Cerro Espirito Santo

Heute war ich dann mit der Deutschen und ihren Klassenkollegen (kannte ich eh schon vorher) im Naturreservat Madre Verde in Palmares unterwegs. Ist doch furchtbar peinlich, dass ich es innerhalb von 5 1/2 Monaten nicht dort hin geschafft habe…

   

ES IST SEHR ANSTRENGEND


 Tut mir leid für Faulheit zu Schreiben in der letzten Zeit, aber ich hab nur einen Flow wenn ich Bock drauf habe. Beziehungsweise wenn ich an irgendwas denke oder mit etwas beschäftigt bin, kommen mir einfach mehr Wörter raus und ich schreibe verwirrt herum. Immer wieder passiert es mir in der Schule, dass ich 5 Seiten meine Gedanken aufschreibe (Ja mir iat superlangweilig im Colegio) 

Nun teile ich hier meine verwirrten Gedanken jetzt mit euch.

Jetzt bin ich schon über fünf Monate hier und es fehlen nur mehr um die 30 Tage. Danach geht es gleich weiter in die Schule in Österreich. Der Plan sieht derzeit so aus, noch das Beste aus der Zeit zu machen, mich mit allen Freunden noch zu treffen mit meiner Familie noch einiges zu unternehmen. es tut weh zu wissen dass die Zeit langsam auslaufen. wenn du mir das Geld noch ausreicht würde ich noch gern ein paar Reisen machen zum Beispiel Nächste Woche komme ich vielleicht noch einmal an den Strand. Ein Tico Freund kommt aus Monteverde (hat dort Haus) und will mit mir, der Brasilianerin und meiner Schwester noch hinfahren. In den letzten zwei Wochen hier hat meine große Schwester Ferien, deshalb wir uns überlegt haben auch noch mal an einen Strand zu fahren. 

Jeden Tag verliebe ich mich mehr in Costa Rica. Jeder Tag den ich hier bin, wird es mir schwerer machen zu gehen.

  

  
Natürlich möchte ich mein letztes Monat genießen und alles, aber bei aller Liebe denkt man halt dauernd dran, dass es bald vorbei ist. Es gehen mir viel zu viele Gedanken durch den Kopf. Als ich die Entscheidung traf ein Auslandsjahr zu machen, ist schon sehr lange her, dachte ich bei Gottesliebe NIE an den Abschied. Es tut mir innerlich einfach richtig richtig weh alles so schnell wieder aufzugeben. 

Es geht jetzt los daran zu denken, was mache ich sobald ich zurückkomme in Graz? Für mich gab es immer 2 Abschnitte meines Lebens. Der 1. „bis ich nach Costa Rica fahre“ und der 2. „Costa Rica“. Aber nun kommt Absched Nr. 3 dazu und daran dachte ich noch nie. Nur dieser Abschnitt beginnt jetzt ziemlich bald und ich hab keinen Plan was auf mich zukommt.

 

Vor 5 1/2 Monaten

 
  
Viele denken sich nun bestimmt ‚was schreibt die denn da herum‘. Sowas verstehen nur Leute, die das Gleiche durchmachen mussten. Das Wort Abschied zu nehmen nimmt eine andere Definition an. Es ist ein Abschied für immer. Wenn ich zurück nach CR komme, wird es nie das Gleiche sein und das hinterlässt eine schmerzhafte Ungewissenheit in mir. 

Jeder Abschied ist ein neuer Anfang.

Ich habe so viel hier erlebt und gelernt. Was habe ich nur die vorigen 16 Jahre meines Lebens getan?

Antwort: war halt in der schul

Eine Sache, welche mich wahnsinnig zufrieden macht, ist es, meinen Lebensstil definitiv angepasst zu haben. Wovor es mir am Anfang geekelt hat (komische Insekten, schmutzige oder veraltete Dinge), ist jetzt normal und ich kann mir selber nicht erklären wozu ich vorher soviel SchnikSchnak hatte.

Sie sind hier so liebesvolle Menschen und machen alles bemüht. Wenn man sich umarmt macht man es aus Liebe und nicht „weil man sich so halt begrüßen muss“. 

Es sind so viele Dinge die mir an dem gelassenen Leben hier gefallen. Es ist unzählbar welche Dinge mir schwerst fehlen werden. Dazu werde ich mal eine Liste schreiben wenn ich in Österreich bin.

Zum Thema „Gefahren“ muss ich hier was einwenden. Gut es sterben dauernd Leute an Verkehrsunfällen, Leuten werden Handys und Geldtaschen aus den Händen gestohlen und ja es gibt heftige Strömungen im Meer und aktive Vulkane. 

Aber hier gibt es keinen Terrorismus, keine Angst vor Attentäten, keiner will jemanden unrecht was antun. Costa Rica hat kein Militär, ein Drittes des Landes ist Naturschutzgebiet und sie sind dabei 100% auf erneuerbare Energie umzustellen.

Wo lebt man jetzt „sicherer“?

Ich will nicht sagen, dass ich nie nach Österreich möchte. Auf jeden Fall freue ich mich, nur jetzt noch nicht, ich bin noch nicht bereit dafür denke ich. Egal die Zeit verläuft gleich und ich lasse es auf mich zukommen. Klarerweise würde ich für eine Umarmung meiner Schwestern alles tun und mein Essen fehlt mir auch. Letztens erst als ich meiner besten Freundin geskyped habe (die auch gerade 3 Monate in der Schweiz am arbeiten verbringt), waren wir richtig am planen, was wir alles machen werden sobald ich ankomme. Ich freue mich richtig darauf aber ich denke mir immer all diese Dinge könnte man auch in fünf Monaten machen. Alles was ich hier noch machen könnte kann ich nur innerhalb des nächsten Monats machen. 

  
Eine Sache die mir schon wehtut, ist:

Wieso lebe ich so langweilig in Österreich, wenn mein ganzen Leben so wie die letzten Monate sein könnten?

Deshalb will ich in Österreich viel mehr sinnvolle Dinge machen bzw die Zeit ausnutzen. 

So jetzt bin ich müde, ich muss morgen in der Früh zur Mall fahren, um originale Apple Kopfhörer zu kaufen. Da mir Maria Fernanda, die Brasilianerin, ihre einen Tag borgte, ich sie in ner Tasche am Boden mit offenen Chips hatte und als ich heute am Nachmittag schlief, mir irgendein Hund den Tascheninhalt im ganzen Haus verstreute und die Chips aß. Leider hat er auch die Kopfhörer zerbissen und jetzt bleibt mir nicht anderes übrig als das schnell hinter mich zu kriegen, die originalen nachkaufen (gibts nur in Malls) und am Nachmittag wieder in die Schule zu gehen…. Blöde Sache 

 

so kann man es sich vorstellen

 
Buenas Noches ❤️

Lily

💖💖💋💋

Puerto Viejo – Limon

(Dieser Blogpost wurde schon vor 3 Wochen geschriebe, nur hat es irgendwir nicht hochgeladen. *oooops*)

Letzten Montag traf ich mich in aller Früh mit Marlies, einer Österreicherin, welche ich am letzten Camp kennenlernte, in San Jose, um an die Karibikküste zu fahren. In der Prinz Limon gibt es einige Strände wobei meist bekannt Cahuita, Puerto Viejo und Manzanillo sind. Wir zwei können beide nicht Costa Rica verlassen, ohne die Karibik kennengelernt zu haben…

  
Die ganzen Strände liegen schon richtig nah an Panama. Man muss noch als Info zur Provinz Limon dazusagen, dass die Leute aus Afrika sind, bzw zum Zugschienen legen hergebracht wurden. Sie sprechen eine andere Sprache (Kreolisches English) und die Kultur ist anders.

Wir verpassten gleich mal den direkten Bus, weshalb wir dann zuerst zum Hafen von Limon sind. In den Bus eingestiegen, wurde uns erst bewusst, dass wir echt viel zu weiß sind. Ein dunkelhäutiger Dude hinter uns konnte einfach mal Deutsch. Echt Lustig. 😂

  
In Limon, bekannt als der gefährlichste Ort in Costa Rica, stiegen wir in den Bus nach Puerto Viejo um. Nach in Summe 5/6 Stunden Reise kamen wir endlich in Puerto Viejo an und machten uns auf die Suche nach unserem Hostel. Lily zum ersten Mal in einem Hostel. Um 6 € pro Nacht schlaften wir in Hängematten. Es lag direkt am Strand.

    
 
Am Abend spazierten wir noch kurz am Strand und gingen Essen. Danach pennten wir müdest in unseren Hängematten ein. 

Aufgewacht machten wir uns schnell Cornflakes mit Milch und liehten uns danach Fahrräder aus um nach Manzanillo zu fahren.

War ein feiner aber anstrengender Trip bei der Affenhitze, Luftfeuchtigkeit und dem Regen. Nicht zu vergessen, dass die Räder keine Gänge besaßen!

Am Strand machten wir viele Fotos und ruhten uns aus. Leider hatten wir nicht das beste Wetter, aber die Sonne kam zwischendurch raus.

  

  
   

    
    
   

Am Abend kochten wir Nudeln nachdem wir Pesto fanden 😍 Das war einfach zu gut. Die vom Hostel machten ein Lagerfeuer und welche Kerle sogar eine kleine Feuershow.
  

An unserem letzten Tag wollten schön früh nach Cahuita zum Nationalpark fahren. Wir verhauten es ziemlich, dass wir im Schluss gegen 1 dort waren. Dafür chillten wir noch kurz in Puerto Viejo am Strand und ich ließ mir ein Hair-Wrap machen.

Cahuita war dennoch sehr schön, nur leider machte ich alle Fotos mit meiner Kamera, weshalb ich nicht viele hab.

   
   
Leider ist das Meer nicht so ideal zum Baden. Die Wellen sind ziemlich groß und es gibt starke Strömungen, doch ich denke das liegt an der Jahreszeit. Viele Strände sind sehr felsig weshalb man nicht hinein kann bei den Wellen.

Im Endeffekt kamen wir gegen 21:30 in San Jose an und ich gegen Mitternacht in Palmares.

Es war so lieb als ich heimkam und mit meiner Mami und den Schwestern tratschte und mein Bruder extra herkam um mich zu ärgern. Einfach süß seine Art mich wieder zu begrüßen. 

Da ich ja gerade in den 15 Tägigen Ferien bin schlafte ich am nächsten Tag bis 13:00 Uhr 😀 Am Nachmittag ging ich mit einer meiner besten Freundinnen in die Stadt und später traf ich noch auf einen Freund mit welchem ich heimfuhr. In den Ferien ist einfach jeder chillig drauf und hat Zeit. Schade das ich die großen Ferien nicht hier bin 😢 

 

erika, eine der besten

 
Gestern ging ich mit meiner Schwester und einer meiner Klassenkameradinnen zu einem Fußballspiel und danach gingen wir in ein Cafe. Am Abend traf ich mich noch mit anderen Freunden und wir machten eine klassische Tour. Ein Freund ist Taxifahrer aber Piratentaxi, sprich er kann arbeiten wann er will. Also mit Freunden fahren wir zu Aussichtspunkten und wenn ihn jemand anruft fahren wir halt alle zusammen Leute herumführen. Es ist einfach gelassen stressfrei. Ticos lieben es einfach Zeit mit Menschen zu verbringen und nicht einsam zu sein.

 

Meilin, Diana (Sister) und ich

 

Diana

  

  
  
Ich bin einfach gerade so zufrieden hier. Ich weiß jetzt wer meine wahren Freunde sind und ich fühle mich schwerst wohl in meiner Familie. Letztenst wieder begannen wir spät in der Nacht über alles Mögliche zu reden und ich fühl mich einfach zuhause hier. So wie es gerade lauft erhoffe ich mir auch meine nächsten und letzten 2 Monate. 

PURA VIDA 

Lily im Park, einfach der beste Ort um Leute zu treffen. Schade das es in Österreich nicht existiert, das man einfach in den Park geht…